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Was it’s OWL und Partner auf der FMB zeigen:

Robotik zum Anfassen

Humanoide Roboter greifen Transportboxen, erkennen Bauteile in Schaltschränken oder helfen dabei, Produktionsabläufe neu zu denken. Auf der FMB in Bad Salzuflen zeigt das Technologie-Netzwerk it’s OWL gemeinsam mit Fraunhofer IEM, Fraunhofer IOSB-INA, der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe und der Hochschule Bielefeld, wie Forschung in die industrielle Praxis kommt. Themen sind KI, Robotik, Produktionsplanung, Industrie 5.0 und nachhaltige Mobilität.

„Auf dem it’s OWL-Gemeinschaftsstand präsentieren wir gemeinsam mit unseren Partnern innovative Lösungen, die den Mittelstand in der industriellen Transformation voranbringen. Die FMB ist seit über zehn Jahren eine zentrale Plattform für uns, um Technologien und Anwendungen aus unserem Netzwerk vorzustellen“, sagt Günter Korder, Geschäftsführer der it’s OWL Clustermanagement GmbH.

Wenn Roboter Aufgaben weitergeben

Wie unterschiedliche Robotersysteme zusammenarbeiten können, demonstriert das Fraunhofer IEM. Besucherinnen und Besucher geben einem Cobot per Chat oder Sprache einen Auftrag. Er greift etwa einen Kugelschreiber oder Flaschenöffner und legt ihn in eine Box. Anschließend übernimmt ein humanoider Roboter und transportiert die Box weiter. Die Demo verbindet Agentic AI, intelligente Automatisierung und Robotik zu einem durchgängigen Ablauf.

Für Unternehmen ist vor allem die Frage interessant, welche Aufgaben sich für humanoide Robotik eignen und wann ein Einstieg sinnvoll wird. Dafür haben die it’s OWL Initiative Stratosfare und das Fraunhofer IEM das Humanoid Robotics Lab aufgebaut. Dort können Unternehmen eigene Anwendungsfälle auf verschiedenen Robotiksystemen erproben. „In der aktuellen Explorationsphase ist gemeinsamer Zugang zu Infrastruktur oft wirtschaftlicher als individueller Roboterbesitz“, sagt Dr. Martin Rabe, Head of Stratosfare.

Wie mathematische Optimierung funktioniert, zeigt das Fraunhofer IOSB-INA am Beispiel der Produktionsplanung. Foto: IOSB-INA

Humanoide Robotik für die Kreislaufwirtschaft

Einen zweiten Zugang zeigt das Fraunhofer IOSB-INA. Der RealBot-01 von RealMan Robotics kombiniert einen humanoiden Oberkörper mit einer mobilen Plattform auf Rädern. Zwei Roboterarme, Kameras und LiDAR erfassen seine Umgebung. Auf der FMB erkennt und lokalisiert er mit KI-basierter Bild- und Sensordatenverarbeitung Komponenten in einem Schaltschrank und kann diese gezielt handhaben.

Der Use Case wurde bereits bei der Eröffnung des Humanoid Robots Experience Lab in Lemgo gezeigt und wird unter anderem im it’s OWL-Projekt GoProZero weiterentwickelt. Ziel ist es, ausgediente Schaltschränke als Quelle noch nutzbarer Komponenten und wertvoller Materialien zu erschließen und automatisierte Demontage, Wiederverwendung oder hochwertige Verwertung zu ermöglichen.

Das Humanoid Robots Experience Lab bündelt die Expertise von drei Fraunhofer-IOSB-Standorten. Unternehmen können dort eigene Anwendungsfälle analysieren, praktisch erproben und daraus Pilotprojekte oder kundenspezifische Lösungen entwickeln.

Der RealBot-01 von RealMan Robotics kombiniert einen humanoiden Oberkörper mit einer mobilen Plattform auf Rädern. Er erkennt und lokalisiert mit KI-basierter Bild- und Sensordatenverarbeitung Komponenten in einem Schaltschrank. Foto: IOSB-INA

Produktionsplanung wird zum Spiel

Ein zweites Exponat des Fraunhofer IOSB-INA macht mathematische Optimierung spielerisch greifbar. An einer Retro-Spielekonsole übernehmen Besucherinnen und Besucher selbst die Produktionsplanung: Aufträge müssen so eingeplant werden, dass Kapazitätsgrenzen eingehalten und Liefertermine nicht verfehlt werden. Mit jeder Runde steigt die Komplexität. Anschließend berechnet ein Algorithmus, wie sich dieselbe Produktion mathematisch optimal planen und stabilisieren lässt.

Für Produktionsplaner zeigt der Demonstrator, wie sich unterschiedliche Szenarien vergleichen lassen. Kosten, Durchsatz und Termintreue können gegeneinander abgewogen werden. Die finale Entscheidung bleibt beim Menschen.

Nachhaltige Mobilität und industrielle Qualitätskontrolle: Die TH OWL zeigt, wie ein  elektrisch angetriebener Fahrradanhänger aus Holz mit Auflaufbremse auf eine Schadensanalyse real beschädigter Bauteile trifft. Foto: TH OWL

Technik mit Blick auf Mensch und Nachhaltigkeit

Die Hochschule Bielefeld ergänzt den technischen Blick um die Arbeitswelt. „Smart Transform 5.0“ unterstützt kleine und mittlere Unternehmen dabei, KI und Automatisierung so einzusetzen, dass Beschäftigte gezielt unterstützt werden. Mit Partnern aus Wissenschaft und Transfer werden Use Cases und Vorgehensmodelle entwickelt und erprobt, die Nachhaltigkeit, Resilienz und Digitalisierung in die Unternehmenspraxis bringen sollen.

Die TH OWL verbindet nachhaltige Mobilität mit industrieller Qualitätskontrolle. Ein elektrisch angetriebener Fahrradanhänger aus Holz mit Auflaufbremse trifft auf eine Schadensanalyse real beschädigter Bauteile. Das Spektrum reicht damit vom Mobilitätskonzept bis zur Bauteilprüfung.

Weitere Informationen: www.its-owl.de und auf der FMB Halle 20, Stand 20-900.

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