App-Entwicklung: Die Qual der Wahl

Apps sind beliebt und werden gerne genutzt: Bei der Entwicklung sollte der Anwender im Fokus stehen. (Foto: miakievy Stock-Datei-ID: 1140592000)

Apps gewinnen eine immer größere Bedeutung auch im Unternehmensalltag. Doch bei der Entwicklung einer mobilen Softwarelösung gilt es einiges zu beachten und der Nutzer sollte immer im Mittelpunkt stehen.

Angesichts zunehmender Digitalisierung kommt für Unternehmen irgendwann der Zeitpunkt, an dem sie eine mobile Softwarelösung in Form einer App als notwendig erachten, weil sie eine gute Möglichkeit bietet, die Nutzer zu begeistern und an sich zu binden. Das gelingt jedoch nur, wenn die Produkte und Dienstleistungen als besonders innovativ und wertig erlebt werden. Eine App kann sowohl ein Produkt als auch eine Dienstleistung darstellen.

Egal ob diese von der eigenen IT-Abteilung oder von einem externen Dienstleister entwickelt wird, im Vorfeld ist zu klären, mit welcher Technologie dieses geschehen soll. Häufig entscheidet sich die IT-Abteilung für eine Lösung, die sie kennt oder die gerade im Trend ist. Was nicht immer vorteilhaft und zielführend ist. Bei der Wahl der richtigen Technologie ist es besonders wichtig, die genauen Anforderungen der späteren Nutzer zu beachten.

 Native Apps

Die Programmierung einer nativen App ist die ursprünglichste Form der App-Entwicklung. Sie wird speziell für ein Betriebssystem programmiert (Android oder iOS) und kann die komplette Mobilgeräte-Hardware sowie jede auf dem Gerät verfügbare Funktion uneingeschränkt nutzen.

Damit lässt sich jede App realisieren. Diese Form der Entwicklung bietet die bestmögliche Performanz und das beste Look & Feel. Daher werden native Apps von Nutzern besonders bevorzugt. Durch die stetige Unterstützung durch Apple und Google sind native Apps zukunftssicher. Allerdings muss jede App jeweils für Android und iOS separat programmiert werden, was zu höheren Kosten führt.

 Web- und Hybrid-Apps

Alternativ dazu kann eine App als Web-App programmiert werden. Durch die Ausführung in einem Webbrowser lässt sie sich auf nahezu jedem Gerät nutzen. Hierfür benötigt man allerdings eine Internetverbindung. Weil eine Web-App kaum mehr als eine „normale“ Webseite ist, lässt sie sich recht kostengünstig erstellen. Der Funktionsumfang ist jedoch auf die im Webbrowser verfügbaren Funktionen beschränkt. Hybrid-Apps umgehen diesen Nachteil, indem eine Web-App in einem nativen Container ausgeführt wird, über welchen ein Zugriff auf die Geräte-Hardware ermöglicht wird. Die Programmierung von Web- und Hybrid-Apps erfolgt mit Web-Technologien (HTML/CSS/JavaScript). Dadurch weichen die Haptik und das Look & Feel von der jeweiligen Geräte-Plattform ab. Web-Apps sind auch nicht so performant wie native Apps, was von Nutzern gegebenenfalls als störend empfunden wird.

 Cross-Plattform-Apps

Eine höhere Performanz gegenüber Web- und Hybrid-Apps wird durch Cross-Plattform-Apps erzielt. Bei dieser Form der App-Entwicklung werden plattformübergreifende Technologien eingesetzt (z. B. Flutter von Google). Anstatt eine App für jede Plattform (iOS, Android) nativ und von Grund auf neu zu programmieren, wird sie nur einmal programmiert und anschließend für jede gewünschte Plattform eine native App automatisch erzeugt. Das ist sehr praktisch, da damit nicht nur die Kosten reduziert werden, sondern auch die Entwicklung schneller erfolgt. Neueste Gerätefunktionen lassen sich jedoch erst dann nutzen, wenn sie in der plattformübergreifenden Technologie zur Verfügung stehen. Möchte man sich dieser Abhängigkeit nicht ausliefern, lassen sich diese Funktionen für jede Zielplattform (Android / iOS) nativ programmieren. Dafür sind erfahrene Nativ-App-Entwickler von Vorteil.

Fakt ist – werden in einer App nur sehr einfache Funktionen wie zum Beispiel das Anzeigen von Informationen ähnlich zu einer Webseite benötigt und ist die Performanz nicht entscheidend, reicht eine Umsetzung als Web- oder Hybrid-App meist vollkommen aus. Ist seitens der App-Nutzer von einem sehr hohen Anspruch an die Performanz und den Bedienkomfort auszugehen, ist die Entwicklung einer nativen App zu empfehlen. Insbesondere, wenn die App stetig weiterentwickelt werden soll und man dabei auch die neuesten Funktionen einer Plattform sofort nutzen möchte, ist man mit der nativen App-Entwicklung auf der richtigen Seite. Möchte man die hohen Kosten bei der nativen App-Entwicklung und die Nachteile einer Web- bzw. Hybrid-App umgehen, aber nicht auf die Vorteile nativer Apps verzichten, stellt die Entwicklung einer Cross-Plattform-App einen guten Mittelweg dar. In allen Fällen ist es empfehlenswert, vor der Entwicklung die Wünsche und Erwartungen der Nutzer zu prüfen.

Weitere Informationen: www.solunar.de

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