Judit Esken ist mit der diesjährigen Präsenz auf der FMB zufrieden. Die zahlreichen Gespräche mit Kunden und Interessenten seien gut und die Stimmung positiv gewesen.
Die Einkaufsleiterin bei der Ottemeier Werkzeug- und Maschinentechnik GmbH hat auch den Austausch mit einigen Ausstellern gesucht. „Mir ist es wichtig, Kontakt zu anderen Unternehmen aufzunehmen, über Herausforderungen zu sprechen und in einen Erfahrungsaustausch zu gehen“, sagt Judit Esken.
Ein dominierendes Thema beim Spezialisten für Werkzeugbau und Lohnbearbeitung war der Sondermaschinenbau, ein Geschäftsfeld, in dem das Verler Familienunternehmen besonders stark ist und sich einen Namen gemacht hat. „Das Interesse war groß. Wir konnten gerade in diesem Bereich viele qualitativ gute Gespräche führen“, so Esken.
Und weil der Dialog allein die Kompetenzen nicht komplett darstellen kann, haben die Verler zur Unterstützung wieder auf die digitale Präsentation gesetzt, indem sie die Arbeitsweise einer vollautomatischen Fertigungslinie für Blendrahmen und Türen „vor Ort“ zeigten.
Das Besondere: Die im Kundenauftrag entwickelte Anlage konnte nicht nur betrachtet, sondern auch interaktiv bedient werden. Per Touchpad ließen sich die verschiedenen Bearbeitungsstationen ansteuern. Zusätzliche Informationen zu den einzelnen Arbeitsschritten ergänzten die visuelle Präsentation. So konnte man sich zum Beispiel über das Werkzeugwechselsystem der Anlage informieren, in das sich zahlreiche Werkzeuge einlagern lassen und deren Wechsel schnell und unkompliziert ohne zusätzliche Hilfsmittel möglich ist.
„Wir treten in diesem Projekt als Generalunternehmer auf und kooperieren mit mehreren Zulieferern, die für diesen Auftrag Maschinen zur Verfügung gestellt haben. Unsere Aufgabe ist es, alles so miteinander zu kombinieren, dass der Kunde ein Produkt erhält, das ihn begeistert“, beschreibt Judit Esken.
Die Anforderungen der Kunden seien bei allen Aufträgen der Antriebsmotor. „Wir sehen uns als Innovationspartner, der auch gerne aktiv wird, wenn es vonseiten des Geschäftspartners noch keine konkrete Idee für die Lösung seiner Produktionsprobleme gibt. Wir stellen uns der Herausforderung, gemeinsam mit dem Kunden eine perfekte Fertigungsmöglichkeit zu entwickeln“, so Judit Esken. Die hohe Eigenfertigungstiefe, die große Flexibilität und die Spezialisierung auf individuelle Sonderlösungen sind Stärken, die das vor fast 70 Jahren gegründete Unternehmen verschiedenen Branchen anbietet.
Die aktuelle Auftragslage beurteilen die Verler positiv. „Es gibt viele Projekte, die sich aktuell in der Angebotsphase befinden. Das war im vergangenen Jahr anders, da war die Zurückhaltung größer“, so Esken. Natürlich bereite die aktuelle Zollpolitik Sorge, die Unsicherheiten und die mangelnde Planbarkeit seien für viele Unternehmen Gründe, sich mit Investitionen zurückzuhalten.






