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Hinterland Hack: Problemlösungen im Sprinttempo

Beim Hinterland Hack 2026 in Bielefeld haben 60 Tech-Talente Lösungen für konkrete Unternehmensprobleme entwickelt. Das Siegerteam der Terra Robotics Challenge zeigte, wie ein Roboter künftig Pflegekräfte entlasten könnte.

Ein Krankenhaus, eine ältere Patientin und ein Roboter, der den Weg zum Arztzimmer kennt: Mit diesem Szenario überzeugte das Team Terra Robotics die Jury des Hinterland Hack in den Räumen der Founders Foundation. Der entwickelte Prototyp begleitet Menschen selbstständig durch eine Klinik und könnte damit Pflegekräfte von organisatorischen Aufgaben entlasten. Der Sieg steht exemplarisch für das Ziel des Hackathons: innerhalb kürzester Zeit aus konkreten Herausforderungen der Wirtschaft erste technische Lösungen zu entwickeln.

Am Hinterland Hack, organisiert von der 2016 gegründeten Founders Foundation in Bielefeld, nahmen 60 Tech-Talente teil, die in interdisziplinären Teams Aufgabenstellungen aus den Unternehmen bearbeiteten und ihre Ergebnisse nach weniger als 48 Stunden präsentierten. Neben Terra Robotics beteiligten sich die Unternehmen Telekom TechBoost, der Küchenhersteller nobilia, der Logistikdienstleister Schnellecke und Aurivolt.

Die Aufgabe von Terra Robotics schien zunächst überschaubar: Ein Empfangsroboter sollte Gäste begrüßen, die zuständige Ansprechperson benachrichtigen und sie in einen Wartebereich begleiten. Das Team entwickelte jedoch nicht nur eine Anwendung für den Empfang, sondern zusätzlich für den Klinikalltag. „Patientinnen und Patienten verlaufen sich, Pflegekräfte müssen sie begleiten und verlieren wertvolle Zeit. Ärztinnen und Ärzte müssen warten, wenn Patientinnen zu spät kommen. Besonders ältere Menschen können von der Orientierungshilfe profitieren“, beschreibt das Team die Problematik. Die robotergestützte KI-Lösung soll am Eingang begrüßen und ein Ticket ausgeben, das keine personenbezogenen Daten enthält. Die zuständige Ärztin oder der zuständige Arzt wird benachrichtigt. Danach führt der Roboter die Person zum Zielraum. Er passt sein Tempo an und lässt sich per Sprache unterbrechen oder umlenken. Im Pitch zeigte das Team eine Demo, in der der Roboter eine Patientin zum Arztzimmer führte und dabei mit ihr verbal interagierte.

Die Jury würdigte den unternehmerischen Ansatz und den Perspektivwechsel über die vorgegebene Aufgabe hinaus. Statt die Empfangssituation isoliert zu betrachten, habe das Team die Idee auf einen Bereich übertragen, in dem Orientierung unmittelbar mit der Entlastung des Personals zusammenhängt.

KI als Werkzeug für konkrete Prozesse

Auch die übrigen Challenges zeigten, wie vielfältig die Einsatzfelder von künstlicher Intelligenz sind. Die TechBoost-Challenge der Telekom machte die operative Seite der KI-Debatte an einem konkreten Prozess sichtbar. Gesucht wurde eine Lösung, die öffentliche Informationen über Startups erfasst, relevante Veränderungen erkennt und Profile in einer Datenbank aktualisiert. Ein Bewertungssystem soll entscheiden helfen, welche Änderungen automatisch übernommen werden können und welche eine menschliche Prüfung benötigen.

Nobilia wiederum präsentierte ein konkretes Innovationsvorhaben und suchte einen KI-Prototypen, der Kundinnen und Kunden dialoggestützt durch die Küchenplanung führt und ihre Wünsche in technisch umsetzbare Planungsparameter übersetzt. Zugleich soll die Anwendung die Handelspartner von nobilia bei der Beratung unterstützen. Schnellecke brachte eine Logistik-Kalkulation ein, bei Aurivolt ging es um die Verteilung von Rechenlasten auf mehrere Rechenknoten.

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