Wortmann Future Capital:  „Wir suchen Gründer, die mit Herzblut ihre Geschäftsidee umsetzen“

Haben mit der Unternehmerfamilie Wortmann einen starken Partner an ihrer Seite: die Gründer der Metallbude (v.l.) Tobias Stermer, Dennis Siemens, Rudolf Klause und Christian Siemens mit Nadine Wortmann-Resetarits und Mark Wortmann (Foto: Wortmann )

Mit Gründung der Wortmann Future Capital GmbH geht die Unternehmerfamilie der Detmolder Schuh-Holding einen weiteren strategischen Schritt Richtung Zukunft:  Horst Wortmann hat die neue Gesellschaft mit seinen Kindern Nadine Wortmann-Resetarits und Mark Wortmann unter dem Dach der Familienstiftung gegründet, um Startups aus der Region zu unterstützen. Über die Gründe spricht Nadine Wortmann-Resetarits.

 

m&w: Unternehmen haben viele Möglichkeiten, sich finanziell zu engagieren. Warum haben Sie sich dafür entschieden, in der Startup-Szene zu investieren?

Nadine Wortmann-Resetarits: Wir möchten junge Gründer, die ihren Traum vom eigenen Unternehmen in die Tat umsetzen, unterstützen. Auch mein Vater hatte vor über 50 Jahren diesen Traum – das war der Start für eine sehr erfolgreiche Unternehmensgeschichte. Nun bei anderen jungen Unternehmen die Geschichte mitzuerleben und zu unterstützen, ist unser Antrieb. Natürlich investieren wir hier in Unternehmen, deren Erfolgswahrscheinlichkeit von uns als sehr hoch eingeschätzt wird.

m&w: Ist Ihr Engagement auf die Region begrenzt?

Nadine Wortmann-Resetarits: Mit der Wortmann Future Capital stehen wir in erster Linie Startups aus der Region zur Seite. Jedoch ist ein Standort in anderen Regionen kein Ausschlusskriterium. Hauptinteresse ist, Startups bzw. Gründer zu finden, die uns überzeugen. Sind Sie dann noch aus der eigene Region – umso schöner!
 
m&w: Das Detmolder Startup Metallbude ist Ihr erstes Investment. Warum haben Sie sich für dieses Unternehmen entschieden? Was hat Sie hier besonders überzeugt?

Nadine Wortmann-Resetarits: Uns haben die Produkte der Metallbude sowie die ersten Erfolge des Unternehmens genauso begeisert wie die vier Gründer selbst. Wir hatten in einigen Gesprächen einen intensiven Austausch und sie haben uns von ihrer Geschäftsidee genauso wie ihrer großen Kompetenz als Gründer überzeugt. Wir sehen viel Potenzial in der Metallbude und freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit.  

m&w: Sie suchen weitere junge Gründerinnen und Gründer mit überzeugenden Ideen. Nach welchen Kriterien wählen Sie diese aus?

Nadine Wortmann-Resetarits: Wir suchen Gründer, die von ihrer Geschäftsidee überzeugt sind und mit Herzblut ihr Unternehmen aufbauen. Hier haben wir keinen Kriterienkatalog erstellt. Die Gründer müssen uns von ihrer Geschäftsidee überzeugen und uns „mitreißen“. Es geht nicht nur um ein rein finanzielles Investment, sondern um eine strategische Partnerschaft. Das Produkt oder die Geschäftsidee muss uns begeistern und das Potenzial erkennbar sein.

m&w: Ein Blick auf Ihr eigenes Unternehmen: Welchen Stellenwert haben Innovationen und wie macht sich das in der Produkt- und Geschäftsmodellentwicklung bemerkbar?

Nadine Wortmann-Resetarits: Innovationen und Digitalisierung sind bei Wortmann keine Buzzwords, sondern seit Jahrzehnten wichtigster Teil unserer Unternehmenskultur. Unsere Stärke liegt in unserer Dynamik – vor allem, weil die Modebranche sich ständig im Wandel befindet. Davon sind wir mit unseren Produkten und Prozessen unmittelbar betroffen. Die Wortmann Gruppe ist heute aber bereits in vielen Bereichen Innovationstreiber. Wir sind getrieben von dem Willen, uns ständig weiterzuentwickeln und haben gerade auch in den vergangenen Monaten schnell und erfolgreich auf die neuen Anforderungen am Markt reagiert. Ob digitale Sales Tools oder virtuelle Messeformate, der Ausbau der eigenen Onlineshops zur Plattform oder das Invest in nachhaltigere Produktionsprozesse und vegane Kollektionsteile, mit denen wir inzwischen sogar eine Vorreiterrolle in der Schuhbranche einnehmen. Außerdem haben wir eine interne „Task Force“ gebildet, die auf unterschiedlichen Ebenen damit beschäftigt ist, die Zukunft des Unternehmens kurz- und langfristig zu gestalten. Aus den mehr als 30 Einzelprojekten haben sich inzwischen viele strategische Zukunftsthemen entwickelt. 

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