Nachhaltigkeit – Wirtschaftsprinzip und Marketingfaktor

Sowohl im B2B-Bereich als auch im Verhältnis zum Verbraucher bzw. Endkunden hat sich der Aspekt des nachhaltigen Wirtschaftens zu einem wichtigen Marketingfaktor entwickelt. (Foto Pixabay)

Der Gedanke der Nachhaltigkeit hat sich von einem Wirtschaftsprinzip, das seinen Ursprung vor rund 200 Jahren in der Behandlung forstwirtschaftlich genutzter Wälder hatte, zu einem Handlungsprinzip für alle Bereiche der Wirtschaft entwickelt, auf dessen Grundlage Forderungen für ein angemessenes Verhalten auf ökologischem, sozialem und ökonomischem Gebiet formuliert werden.

Während der Aspekt der Nachhaltigkeit bis vor einigen Jahren im Wesentlichen von Anhängern der Umweltschutz- bewegung favorisiert wurde, legen inzwischen breite Bevölkerungsschichten und viele Wirtschaftsbeteiligte Wert darauf, dass sich insbesondere Unternehmen und staatliche Institutionen am Nachhaltigkeitsgedanken orientieren. Sowohl im B2B-Bereich als auch im Verhältnis zum Verbraucher bzw. Endkunden ist dieser Aspekt daher zu einem wichtigen Marketingfaktor geworden, da immer mehr Käufer bzw. Besteller von Dienstleistungen ihre Kaufentscheidung davon abhängig machen, dass der potentielle Vertragspartner dem Aspekt der Nachhaltigkeit erkennbar Rechnung trägt.

Die praktische Umsetzung des Nachhaltigkeitsaspekts im Unternehmen

Für die meisten Unternehmen, die Waren oder Dienstleistungen für Endverbraucher anbieten, ist die Idee der Nachhaltigkeit sowohl nach außen – also zum Kunden hin – als auch betriebsintern sowie im B2B-Bereich zu beachten und kommunikativ umzusetzen. Möglichkeiten hierzu ergeben sich beispielsweise durch

die werbliche Betonung eigener nachhaltigkeitsorientierter Verhaltensweisen des Unternehmens, etwa durch die Verwendung von Recyclingprodukten;

den Erwerb von umweltbezogenen Zertifizierungen, Auszeichnungen und Siegeln für eigene Produkte und deren werbliche Kommunikation auf Verpackungen, Korrespondenzmedien und in Presse- und Plattformverlautbarungen sowie in den sozialen Medien;

die Berücksichtigung der Anforderungen des fairen Handels und der fairen Gestaltung von Arbeitsbedingungen im Verhältnis zu den eigenen Lieferanten und Auftragnehmern durch eine rechtlich verbindliche Verpflichtung dieser Geschäftspartner durch einen Verhaltenskodex (Code of Conduct) und die Kommunikation dieser Maßnahme nach außen.

Nachhaltigkeit als Marketingfaktor

Aus Sicht eines Unternehmens, das seine Produkte oder Dienstleistungen in einem von Konkurrenz bestimmten Markt absetzen will, stellt die Beachtung der Regeln nachhaltigen Wirtschaftens eine Möglichkeit dar, sich positiv vom Wettbewerb abzuheben und sich ein Alleinstellungsmerkmal zu verschaffen. Dabei kommt es entscheidend darauf an, dass nicht nur tatsächlich die Regeln nachhaltigen Wirtschaftens beachtet werden, sondern diese Tatsache auch dem Kunden gegenüber transparent kommuniziert wird. Die Fakten, die die positive Einstellung des Unternehmens zum Nachhaltigkeitsgedanken dokumentieren, lassen sich mit branchenspezifischen Methoden gegenüber dem Kunden vermitteln. In der Nahrungsmittelindustrie lassen Fair-Trade-Siegel aus Kundensicht erkennen, dass ein Unternehmen auf die gerechte Gestaltung der Preisbildung und der Arbeitsbedingungen achtet. In der Möbelindustrie ist ein Zertifikat des FSC (Forest Stewardship Council) ebenso ein Ausweis nachhaltiger Ressourcennutzung wie in der Fischindustrie ein entsprechendes Siegel des MSC (Marine Stewardship Council). Diese Siegel und Zertifikate lassen sich vorteilhaft in Werbebotschaften vermitteln, die das Unternehmen positiv gegenüber seinen Wettbewerbern abheben.

Der Nachhaltigkeitsaspekt als Kaufargument im eCommerce

Für zahlreiche Unternehmen – insbesondere für diejenigen, die selbst mit dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit werben – ist es wesentlich, dass auch die von ihnen genutzten Einkaufsquellen sich diesem Gedanken verpflichtet fühlen. So lässt sich in der eigenen Werbung positiv kommunizieren, dass auch die Hersteller der angebotenen Produkte ihrerseits diesem Gedanken Rechnung tragen. In einem entsprechend ausgerichteten Lieferantennetzwerk ist es daher unverzichtbar, dass die Einkaufsbereitschaft im B2B-Bereich sich danach ausrichtet, dass auch die angebotenen Produkte nachhaltig erzeugt werden.

Nachhaltigkeitsaspekte im Wareneinkauf und Vertrieb

Zur erfolgreichen Durchsetzung eines, gegenüber (potentiellen) Kunden, kommunizierbaren Nachhaltigkeitskonzepts gehört es, die eigenen Lieferanten so auszuwählen, dass möglichst alle Mitglieder der Produktions- und Lieferkette sich nachweislich dem selben Ziel verpflichtet sehen. Der bedeutende Stuttgarter Geschäftsausstatter KAISER+KRAFT GmbH hat dazu ein gegenüber (potentiellen) Kunden kommuniziertes Pilotprojekt realisiert, in dessen Rahmen alle bedeutenden Lieferanten mit Hilfe externer Experten einem intensiven Nachhaltigkeits-Check unterzogen wurden. Nachdem die wichtigsten Lieferanten um ein Self-Assessment gebeten worden waren, wurden dessen Ergebnisse ausgewertet und analysiert. Parallel dazu entwickelte KAISER+KRAFT einen nachhaltigkeitsorientierten Verhaltenskodex (Code of Conduct), zu dessen Einhaltung sich alle wichtigen Lieferanten in rechtlich verbindlicher Form verpflichten sollen.

Ein Beitrag der KAISER+KRAFT GmbH

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