Maßgeschneiderte Softwarelösungen – Welche Möglichkeiten bieten sie?


Software beschleunigt Prozesse und eröffnet neue Interaktionsmöglichkeiten: Bedarfsorientierte und kostengünstige Lösungen liegen im Trend. (Bildnachweis: Macrostore Stock-Illustration-ID:1024214350 Lizenz: Standard)

Apps für mobile Geräte, für Web-, Server und Desktop-Anwendungen kommen immer häufiger im Unternehmensalltag zum Einsatz. Worin unterscheiden sie sich und was können sie leisten?

Digitalisierung bzw. Software soll bestehende Geschäftsabläufe vereinfachen, beschleunigen, flexibler machen oder um neue Möglichkeiten ergänzen. Dadurch können beispielsweise Produktionsdaten sogar von unterwegs über Smartphones abgerufen, die Kundenbindung durch spezialisierte Apps und neue Interaktionsmöglichkeiten erhöht und/oder proprietäre Stift- und Papier oder Excel-Lösungen abgelöst werden. Leider gibt es solche Softwarelösungen selten fertig „von der Stange“ oder sie erfüllen nicht alle Anforderungen und müssen aufwändig angepasst werden. In solchen Fällen können maßgeschneiderte Softwarelösungen entscheidende Vorteile bringen, denn sie sind so individuell wie die Anwendungsfälle und Kundenwünsche. Beispiele sind ein multimedialer Produktkatalog für B2B-Kunden, eine Software zur Erfassung von Kundenbestellungen von unterwegs, eine firmeninterne Plattform zwecks Digitalisierung bestehender Prozesse, vielleicht sogar mit einem spielerischen Belohnungssystem, eine Desktop-Anwendung zur Planung und Prüfung von Smart-Home- oder IoT-Lösungen sowie eine App zur Bedienung von Industriemaschinen über Touchscreens. Die Möglichkeiten maßgeschneiderter Softwarelösungen sind fast grenzenlos. All das lässt sich bedarfsorientiert und kostengünstig als kleine oder eher große Lösung entwickeln.

Abhängig von den Kundenwünschen kommen verschiedene Arten von Softwarelösungen in Frage. Die häufigsten zum Einsatz gelangenden sind Apps für mobile Geräte, Web-, Server- und Desktop-Anwendungen. Das sind die wesentlichen Unterschiede dieser Anwendungstypen:

Mobile App

Anwendungen, die von unterwegs genutzt werden sollen, besondere Interaktionsmöglichkeiten bieten sollen (Augmented Reality, Videotelefonie, Benachrichtigungen) oder Sensoren benötigen und für welche relativ kleine Displays ausreichen, werden bevorzugt als mobile App entwickelt. Diese Anwendungsform wird u.a. für Human-Machine-Interfaces (HMI) eingesetzt, zum Beispiel bei Industriemaschinen, Autos und eingebetteten Systemen mit Displays.

 Merkmale

  • Läuft auf Smartphone, Tablet (iOS/Android) oder spezieller Hardware mit Display
  • Unterwegs und kabellos nutzbar, zum Teil auch offline
  • Geräte-Hardware nutzbar, z.B. Kamera, Mikro, Beschleunigungssensor, GPS
  • Benötigt abhängig von den Anforderungen ggf. ein Backend

Web-Anwendung (Web Frontend)

Soll eine Anwendung mit Benutzerschnittstelle ohne Installation auf nahezu jedem Gerät direkt nutzbar und stets auf dem neuesten Stand sein, bietet sich eine Web-Anwendung mit grafischer Benutzeroberfläche an, diese Oberfläche wird u.a. Web Frontend oder Web Client genannt. Eine Web-Anwendung kann als Software-as-a-Service (SaaS) zentral betrieben werden.

 Merkmale

  • Läuft im Web-Browser auf fast jedem Gerät, insb. auf Smartphones, Tablets, PCs
  • Benötigt (meist) durchgehend Internet-Zugang
  • Benötigt einen Web-Server, welcher die Web-Anwendung bereitstellt

Server-Anwendung (Backend)

Für die zentrale Verarbeitung und Prüfung großer Datenmengen, zur Automatisierung von Abläufen sowie als Schnittstelle für andere Softwaresysteme eignet sich eine Server-Anwendung. (Hat diese keine grafische Oberfläche, spricht man von einem Backend. Bei Servern in einer Cloud spricht man von Cloud-Anwendungen.) Damit können z.B. alle per mobiler App oder per Web-Anwendung erfassten Bestellungen in einer zentralen Datenbank eingepflegt sowie die Auslieferung und Abrechnung der Ware veranlasst werden.

 Merkmale

  • Läuft auf einem oder mehreren, meist leistungsstarken Servern bzw. in der Cloud
  • Benutzerschnittstellen meist nur über separate App(s) oder Web Frontend
  • Zentrale Datenhaltung und Geschäftslogik für alle Systeme
  • Ist für effiziente Verarbeitung großer Datenmengen durch viele Nutzer gleichzeitig ausgelegt

Desktop-Anwendung

Besteht kein Bedarf für eine zentrale Datenpflege und ist die Verarbeitung der Daten rechenintensiv, so eignen sich Desktop-Anwendungen besonders gut. Leistungsstarke PC-Hardware sowie große Displays können voll ausgenutzt werden, vor allem bei besonders komplexen Visualisierungen und Verarbeitungsschritten, z.B. bei 3D-Visualisierungen und Simulationen.

 Merkmale

  • Läuft auf PCs (Windows, MacOS, Linux), deutlich leistungsstärker als Smartphones / Tablets
  • Benötigt kein Backend, kann mit einem Backend interagieren
  • Offline nutzbar, solange keine Interaktion mit anderen Systemen notwendig ist
  • PC-Peripherie (Drucker, Scanner, etc.) einsetzbar

Die Entscheidung für einen der genannten Anwendungstypen hängt von den Anforderungen ab. In komplexeren Szenarien können mehrere Anwendungen zu einem größeren Ganzen – zu einer digitalen Plattform – kombiniert werden. So ein verteiltes Softwaresystem besteht oft aus Apps für iOS und Android, einem Web Frontend und einem zugehörigen Backend, welches gegebenenfalls mit weiteren Systemen kommuniziert. In jedem Fall sollte eine individuelle Softwarelösung in Zusammenarbeit mit einem professionellen Softwareentwicklungsdienstleister entwickelt werden, von der Ermittlung der Anforderungen bis hin zum Betrieb der Software. Nur so schafft man eine in Bezug auf Funktionalität, Qualität, Kosten und Zeit passende Lösung.

Weitere Informationen: www.solunar.de

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