Kolumne: Recruiting über Facebook

Einfach, effizient, erfolgreich

Warum man sein Stellenangebot zwischen Essensfoto und Postillon-Artikel mogeln sollte. 

Jan Philipp Platenius

Der Autor der Kolumne Jan Philipp Platenius ist Geschäftsführer von Talents´ Friends.

Das Unternehmen ist gegründet, die Website online, der erste Kunde gewonnen – und früher oder später stellt man fest, dass man Verstärkung braucht, die über einzelne Dienstleister hinausgeht. Nun ist bei den meisten Gründern zunächst das Netzwerk gefragt, hier werden häufig die ersten Mitarbeiter gefunden. Aber was tun, wenn das eigene Netzwerk nicht mehr ausreicht?
Es gibt viele Möglichkeiten, Stellenanzeigen zu schalten, aber bei vielen jungen Unternehmen erweisen sich statt klassischer Jobbörsen die sozialen Medien, insbesondere Facebook, als wichtigster Recruiting-Kanal. Sechs von acht Personen, mit denen ich in einem Büro sitze, haben wir über Facebook kennengelernt.
Dabei schalten wir in der Regel keine Werbeanzeigen, sondern posten über unsere Facebook-Seite, über meinen privaten Account und in relevanten Gruppen. Im Gegensatz zu Stellenanzeigen auf Jobbörsen erreichen wir auf diese Weise auch Personen, die nicht aktiv eine neue Stelle suchen. Ist die Anzeige gut gemacht – das heißt: locker, vielleicht amüsant geschrieben und mit einem passenden Bild versehen –, helfen Freunde und Bekannte, aktuelle und ehemalige Kollegen häufig bei der Verbreitung. Hilfreich ist es ebenfalls, am Unternehmen interessierte Personen auch ab und an über amüsant-interessante Postings an die Firma zu erinnern, auch wenn gerade keine Stellen zu besetzen sind.
Teilweise haben wir mit diesem Vorgehen mit fünf Minuten Aufwand und ohne Kosten zehn sehr qualifizierte Bewerber für eine Stelle gewonnen. Natürlich ist Facebook kein Allheilmittel und es ist nicht für jedes Unternehmen und jede Stellen geeignet, aber man kann mit wenig Aufwand viel erreichen und erhält in der Regel Bewerbungen, die ebenso gut zur Unternehmenskultur passen wie das Essensfoto und der Postillon-Artikel zu Facebook.

Weitere Informationen: www.talentsfriends.de

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