Josef Schulte GmbH

Vorsprung durch Innovationsstärke

Wenn von Leuchtturmprojekten in Sachen Industrie 4.0 in der Region die Rede ist, fällt der Name des Delbrücker Familienunternehmens Josef Schulte GmbH. Der Verpackungsspezialist hat es geschafft, in Sachen Digitalisierung in der Branche Maßstäbe zu setzen.

Josef Schulte

Neueste Innovation: Die automatische 4-Punkt-
Faltschachtelklebemaschine FKM 2600

Die Entscheidung für Investitionen in technische Innovationen war für Inhaber Dietmar Schulte schon immer eine logische Konsequenz seiner weitsichtigen Unternehmensführung. So reiht sich die inzwischen etablierte „Vernetzte Produktion“ in eine Vielzahl von zukunftsweisenden Entscheidungen und Handlungen in den vergangenen Jahren ein. Und sie zeigen auch, dass diese mittlerweile für nachhaltigen Erfolg stehen. Nicht umsonst ist das Familienunternehmen, das in den letzten fünf Jahren gut 14 Millionen Euro investiert hat, in der Region heute ein Vorzeigebeispiel für die Umsetzung der vielzitierten Industrie 4.0 in die Praxis. Logische Konsequenz ist, dass immer wieder interessierte Unternehmensvertreter die moderne Produktion besichtigen. In den letzten Monaten besuchten unter anderem die IHK und eine Delegation vom Fraunhofer Institut IEM den Delbrücker Stammsitz. Bei den Unternehmensbesichtigungen wurde besonders deutlich, wie die intelligente Vernetzung von Software, Produktion und Intralogistik in der Praxis umgesetzt und die Steuerung von Transportprozessen, Flurförderzeugen und Verpackungseinrichtungen gemäß den Software-Planungen in einem einzigen ganzheitlichen Prozess koordiniert wird.

Die Magie der Digitalisierung begeistert

„Wir denken in Dekaden und beschäftigen uns bereits jetzt mit der Entwicklung in den kommenden Jahren. Es wird nicht mehr lange dauern, dann wird bei der Auftragsvergabe akribisch darauf geschaut, ob ein Unternehmen in der Lage ist, nach Industrie 4.0-Kriterien zu arbeiten“, sagt Unternehmer Dietmar Schulte, zuständig für das Kaufmännische und den Vertrieb. Zusammen mit seinem Bruder Uwe Schulte führt er das Familienunternehmen in zweiter Generation.
Die Magie der Digitalisierung begeistert jedoch nicht nur Außenstehende, sondern auch die Beschäftigten, die die Philosophie des 4.0-Gedankens engagiert unterstützen und zu schätzen wissen.

Josef Schulte

Mit der FKM 2600 hat das Unternehmen einen weiteren Impuls in der zukunftsorientierten Ausstattung des Maschinenparks gesetzt.

Pascal Pöhler, seit gut sechs Monaten im Hause Schulte als Assistent der Geschäftsleitung tätig, ist Teil der großen Schulte-Familie, die den 4.0-Gedanken täglich lebt. Der 25-Jährige ist branchenfremd, während seines Masterstudiums des Wirtschaftsingenieurwesens an der Universität Paderborn beschäftigte er sich vorwiegend mit dem Maschinenbau. Berührungspunkte mit Wellpappe und intelligenten Verpackungslösungen hatte er zuvor keine. Dass der Funke so schnell übersprang, hat zum großen Teil mit der besonderen Philosophie des Familienunternehmens zu tun. „Ich habe hier aufgrund meines Quereinstieges die Möglichkeit, einen ganz anderen Blick auf die Dinge zu werfen und Prozesse zu hinterfragen, die für andere selbstverständlich sind. Es ist motivierend zu wissen, dass das gesamte Team an einem Strang zieht und ein gemeinsames Ziel verfolgt. Ich schätze die Offenheit und den Mut, die die Geschäftsleitung praktiziert und die Möglichkeit, bei Bedarf auch bestehende Paradigmen zu brechen“, beschreibt Pascal Pöhler.

Auch bei der jüngsten Einstellung seines neuen Produktionsleiters bewies Unternehmer Schulte abermals Offenheit für ungewöhnliche Entscheidungen. Mit Michael Benke trägt nun ebenfalls ein Branchenfremder, eine aus der Beratung kommende Führungskraft, Verantwortung. „Michael Benke ist nicht betriebsblind, er denkt in Prozessen und wird von der Motivation geleitet, optimale Voraussetzungen zu schaffen, um effektiv arbeiten zu können“, beschreibt Dietmar Schulte seinen Anspruch. Hochmotiviert und positiv blickt der Verpackungsspezialist in die Zukunft.

Die Arbeitsqualität hat sich deutlich verbessert
Dass dieses nur im Team mit den Mitarbeitern geschehen kann, ist für ihn selbstverständlich. So weitreichende Schritte, wie die Digitalisierung der Produktionsprozesse, lassen sich nur gemeinsam mit allen Mitarbeitern gehen. Ohne ihre Bereitschaft wäre der Industrie-4.0-Gedanke nicht mit Leben gefüllt worden.
„Die vergangenen Jahre waren für uns alle eine besondere Belastung, die Baumaßnahmen zur Schaffung weiterer Raumkapazitäten, der Umzug in die neue Produktionshalle und die aufwendige Automatisierung der Produktionsprozesse waren Herausforderungen, die uns zum Teil an unsere Grenzen gebracht haben. Heute sind wir stolz, dass wir diesen Schritt gemeinsam gegangen sind. Denn letztendlich profitieren die Mitarbeiter. Die Arbeitsqualität hat sich verbessert, die deutlich reduzierte Handarbeit schlägt positiv zu Buche und führt zur Reduktion potentieller Fehlerquellen. Gleichzeitig erhöht sich die Arbeitssicherheit“, blickt Dietmar Schulte zufrieden zurück.
Gewonnen hat jedoch das gesamte Handling. So erfolgt der Materialtransport durch die Digitalisierung der Materialwirtschaft viel schonender und übersichtlicher, was sich wiederum in einem Rückgang von Materialschäden niederschlägt und zur notwendigen Kosten- und Zeitersparnis führt. Mit Hilfe der Barcode-Kennung lassen sich zudem Material und Verarbeitungszustand besser und auch für Kunden transparenter darstellen.

In Sachen Nachwuchsförderung engagiert sich das Unternehmen seit vielen Jahren, um langfristig eigene Fachkräfte zu generieren. Die sehr gute Ausbildung, die Hospitanz in Partnerunternehmen und die frühe Übertragung von Verantwortung haben sich bisher ausgezahlt.

Neue Ideen für neue Märkte
Um den eigenen Vorsprung weiter auszubauen, ist Innovationsstärke eine wesentliche Voraussetzung. Die Delbrücker tun alles dafür, dass das auch künftig so bleibt. Eigene Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten genießen deshalb oberste Priorität. Hier entstehen neue Ideen für Produkte, mit denen sie sich differenzieren und Nischen besetzen, gleichzeitig aber auch neue Märkte schaffen.
Der Herausforderung Losgröße eins stellen sich die Verpackungsspezialisten seit Längerem. Dass sie hierfür gewappnet sind, zeigen sie bereits heute, wenn es darum geht, ein Muster innerhalb von 24 Stunden individuell zu fertigen. Mittlerweile verfügt die Entwicklungsabteilung über gut 3.000 Verpackungsvarianten und -konzepte, die individuell auf die Kundenbedürfnisse abgestimmt sind. Ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber den Großen der Branche, die oftmals nur mit Standardlösungen aufwarten. Diese besondere Kompetenz hat auch positiven Einfluss auf die Kundenstruktur, die mittlerweile verschiedenste Branchen wie Möbelindustrie, Maschinenbau, Transport und Logistik, Automotive und Online-Handel umfasst.

Ein ebenso wichtiges Pfund sind Kooperationen mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen wie dem Fraunhofer Institut oder dem Fördercluster it´s OWL mit dem Ziel, Hightech-Forschung und Praxisanwendung optimal zu verknüpfen.

Die Offenheit für strategische Allianzen ist ein weiteres Zeichen dafür, im Sinne des Kunden zusätzlichen Mehrwert zu schaffen, d.h. durch die Kooperation mit Partnern zusätzliche Dienstleistungen aus einer Hand anzubieten. „Der Mittelstand muss heute mit Service, Innovation, Nachhaltigkeit und Qualität punkten. Wir sind optimistisch, hier weiterhin den Ton anzugeben. Die Bereitschaft aller Beschäftigten, gemeinsam voranzukommen, ist groß“, so Dietmar Schulte.

Weitere Informationen: www.schulte-kartonagen.de