Geschäftspartnertag bei Ottemeier

Mit visionären Ideen innovative Produkte entwickeln

Der orangefarbene Teppich ist ausgerollt, die ersten Gäste haben ihn schon passiert: Zum Geschäftspartnertag der Ottemeier Werkzeug- und Maschinentechnik GmbH sind zahlreiche Unternehmer gekommen, um gemeinsam auf 60 starke Jahre zurückzublicken.

Das Führungstrio: Heike Ottemeier, Christian Wölki und Marion Ottemeier-Esken (v.l.) Foto: mawi

Die Führung durch den Betrieb, der sich mittlerweile auf 11.000 Quadratmeter Fläche ausgedehnt hat, ist für viele Geschäftspartner und Kunden ein willkommenes Angebot, hinter die Kulissen des Familienunternehmens zu blicken. Hochmoderne Maschinen kommen in den drei Geschäftsfeldern Sondermaschinen- und Werkzeugbau sowie in der Lohnbearbeitung zum Einsatz. Und auch die Roboterautomation hat hier bereits Einzug gehalten. Schon früh hat das Verler Unternehmen die Chancen des Drahterodierens erkannt und dabei in modernste CNC-Drahtbearbeitungszentren investiert.

„Wir waren eines der ersten Unternehmen, die auf dieses formgebende Fertigungsverfahren gesetzt haben, um unseren Kunden eine sehr genaue Bearbeitung von Bauteilen und Werkzeugen zu ermöglichen. Selbst groß dimensionierte Werkstücke bis zu einer Höhe von 650 mm lassen sich hochpräzise bearbeiten“, beschreibt Geschäftsführerin Marion Ottemeier-Esken, die gemeinsam mit ihrer Schwester Heike Ottemeier und Christian Wölki das Unternehmen leitet.

Vorreiter zu sein und mit visionären Ideen innovative Produkte zu entwickeln, – diese Philosophie hat bereits Unternehmensgründer Rudolf Ottemeier gelebt. Mit der Produktion von Hemdenkragenstäbchen war der Werkzeugmacher vor 60 Jahren gestartet. Weitsicht und das Gespür für neue Entwicklungen und Märkte haben ihn immer geleitet, so dass er schon bald nach der Unternehmensgründung weitere Geschäftsfelder aufbaute, um breiter aufgestellt zu sein. Entscheidungen, die sich als richtig erwiesen haben. Das heute 90 Mitarbeiter zählende Unternehmen ist fest etabliert, die Kunden aus der Bau-, Automobil, Möbel- und Sanitärbrache schätzen Ottemeier als starken Partner.

Je ausgefallener die Aufgabe, desto größer ist unsere Motivation.

Mit dem Blick auf sich verändernde Märkte und dem Mut, sich auf Neues einzustellen, werden auch heute Investitionen getätigt. Ein wichtiger Meilenstein für die Zukunft war die Entscheidung im vergangenen Jahr, auf modernste Robotertechnologie zu setzen und die neuesten Drahterodiermaschinen vollautomatisch zu bestücken. Gut eine Million Euro haben die Verler investiert. „Nach der Programmerstellung und dem Aufspannen der zu erodierenden Werkstücke übernimmt der Roboter vollautomatisch alle weiteren Schritte, wie das Einlagern der Werkstücke im Werkzeugregal, den Transfer zur Messmaschine und die Bestückung der Drahterodiermaschinen sowie die Abholung der fertig erodierten Teile. Und das 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche“, freut sich Marion Ottemeier-Esken über die zukunftsweisende Investition und die hohe Eigenfertigungsquote. Für die Unternehmerin ist der erfolgreiche Einstieg in die Roboterautomation nur konsequent.

„Wir haben in den vergangenen Jahren immer wieder Impulse gesetzt, flexibel auf Marktveränderungen und Kundenwünsche reagiert. Aus diesen Herausforderungen sind wir immer gestärkt hervorgegangen. Je ausgefallener die Aufgabe, desto größer ist unsere Motivation. Um den Wünschen unserer Kunden gerecht zu werden, strengen wir uns gerne an. Mit Leidenschaft und Perfektion setzen wir alles daran, dass diese durch uns erfolgreich sind“, so Ottemeier-Esken.

Dazu sei es erforderlich, sich in die Produktion des Kunden hineinzuversetzen, sein individuelles Anliegen zu verstehen und eine Lösung zu entwickeln. „Das gelingt nur im Team, mit Mitarbeitern, die Know-how, Erfahrung und Kreativität mitbringen“, so die Geschäftsführerin, die aufgrund der sehr guten Auftragslage optimistisch in die Zukunft blickt. Weitere Investitionen in die Automatisierung des eigenen Betriebs seien unerlässlich.

„Wir werden noch intensiver auf die automatische Bestückung von Maschinen und Bearbeitungszentren setzen, um so auch fehlende Fachkräfte zu ersetzen“, so Ottemeier-Esken, die, wie viele andere Unternehmer auch, Schwierigkeiten bei der Rekrutierung geeigneter Mitarbeiter hat. „Die Ausbildung junger Menschen ist uns sehr wichtig. Deshalb unternehmen wir hier große Anstrengungen. Entscheidend ist jedoch, dass die ausgebildeten Fachkräfte dann auch in ihrem Beruf weiterhin tätig sind. Das ist längst nicht mehr selbstverständlich.“

Die Unternehmensführung weiß, wie wichtig die Mitarbeiter für das Unternehmen sind. Wertschätzung, Respekt, flache Hierarchien und kurze Entscheidungswege seien Kriterien, die hier schon immer gelebt wurden und die auch dazu beigetragen haben, dass die Fluktuation gering ist. Viele gehören seit Jahren zum Team – fühlen sich wohl und sind Teil der großen Ottemeier-Familie.

Weitere Informationen: www.ottemeier.com

Kontext

Die Ottemeier Werkzeug- und Maschinentechnik GmbH ist in den drei Geschäftsfeldern Sondermaschinen-, Werkzeugbau und Lohnfertigung tätig.  Im Bereich Sondermaschinenbau entstehen sowohl komplette Produktionsanlagen als auch einzelne Komponenten für bestehende Anlagen. Mit individuellen Lösungen punktet der Werkzeugbau, dessen Schwerpunkte Stanz-, Biege- und Präge- sowie Trennwerkzeuge sind. In den Bereichen Fräsen und Drahterodieren erfolgt die schnelle und zuverlässige Ferti­gung und Bearbeitung von Einzel­teilen und Kleinserien. Die Lohnfertigung wird ergänzt durch das Lohnmessen. Die Leistungsfähigkeit der 3-Koordinaten-Messmaschine ist eine Besonderheit, da sie extrem große und schwere Maschinenteile bis zu einem Gewicht von 25.000 kg vermessen kann.

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