FMB-Zuliefermesse Maschinenbau 2022: Plattform für den persönlichen Austausch

Für Besucher und Aussteller gleichermaßen ist das dominierende Thema der FMB 2022 in der industriellen Produktion die Digitalisierung. (Foto mawi)

Die FMB-Zuliefermesse Maschinenbau, die vom 10. bis 12. Oktober stattfindet, setzt in diesem Jahr inhaltliche Schwerpunkte zu den Themen Digitalisierung sowie sichere Lieferketten.

 

Christian Enßle, Head of Cluster FMB der Easyfairs GmbH, blickt optimistisch auf den Oktober. Dann findet früher als gewohnt, um nicht mit der Fachmesse sps zu kollidieren, die Zuliefermesse Maschinenbau in Bad Salzuflen statt. Mit dem bisherigen Buchungsstand ist der Veranstalter vollkommen zufrieden – auch vor dem Hintergrund, dass sich mehr Aussteller kurzfristig für eine Teilnahme entscheiden.

„Das wird so bleiben, zumindest auf Sicht. Wir sind darauf vorbereitet. Aber es haben sich schon viele globale Marktführer und auch zahlreiche hoch spezialisierte und junge Unternehmen angemeldet, und die gesamte ´Value Chain´ der Zulieferindustrie ist vertreten“, so Enßle,

der darauf verweist, dass sich die starke Präsenz der Automatisierungs-, Elektro- und Steuerungstechnik in der Region auch in der Teilnahme an der Messe widerspiegele. So sind u.a. Beckhoff, KEB und Weidmüller vertreten, von außerhalb ebenfalls namhafte Unternehmen wie ABB Stotz-Kontakt, Bihl & Wiedemann, Euchner, Keba, Murrelektronik, Pepperl & Fuchs, Sick und Turck. Maschinenbauer, die Partner für die Automatisierung suchen, finden somit auf der FMB sicherlich die passenden Kontakte.

Das gleiche gilt für die Antriebstechnik. Zu den weltweit bekannten Ausstellern aus diesem Bereich werden Getriebebau Nord, Harmonic Drive, Hepco, Hiwin, igus, Neff, SMC, SEW-Eurodrive und Wittenstein gehören. Hinzu kommen zahlreiche Spezialisten und Nischenanbieter der (elektro)mechanischen, hydraulischen und pneumatischen Antriebstechnik.

Die Oberflächentechnik bildete im vergangenen Jahr einen neuen Ausstellungsschwerpunkt, der erfolgreich gestartet ist. In diesem Jahr werden die Dienstleister und Anlagenbauer u.a. für das Lackieren, Beschichten, Eloxieren und Reinigen wieder stark vertreten sein. Ein dichtes Feld von Ausstellern zeichnet sich auch in den Bereichen Maschinensicherheit, Sensorik sowie Mess- und Regeltechnik ab. Traditionell gut besetzt ist die Metallverarbeitung mit den Disziplinen Blechbearbeitung, spanende Fertigung und Umformtechnik, so dass sich insgesamt wieder ein rundes Bild über die gesamte Zulieferindustrie ergeben wird.

Der Erklärungsbedarf im Hinblick auf die Maschinensicherheit ist groß

Für den ersten Messetag haben die Veranstalter ein neues und aktuell wichtiges Thema gewählt – die Maschinensicherheit.

Christian Enßle: „Hier gibt es Erklärungs- und Beratungsbedarf, die Thematik ist komplex, wir haben kompetente Aussteller an Bord und werden sicherlich auch aktuelle Themen wie die Konnektivität und Vernetzung auf der Ebene der Sicherheit von Mensch und Maschine verhandeln. Wir sind zuversichtlich, für beide Fokusthemen ein wirklich spannendes Vortragsprogramm organisieren zu können.“

Die Thematik Maschinensicherheit ist aktueller denn je und laut EU ändert sich einiges. In ihrer neuen Maschinenverordnung, die noch in diesem Jahr verabschiedet werden soll, wird ein großer Schwerpunkt auf die Digitalisierung und die Auswirkungen der Künstlichen ‎Intelligenz gelegt. So finden sich verschiedene Hinweis auf potenzielle Risiken, die zum Beispiel auf die direkte Mensch-Roboter-Kollaboration, ‎die immer stärker werdende Vernetzung von Maschinen und den Einfluss von Software-Updates Bezug nehmen. Außerdem sollen Hersteller verpflichtet werden, eine vollständige Risikobewertung einer Maschine vor ‎der Markteinführung durchzuführen, wenn diese durch künstliche Intelligenz lernt, ‎und gegebenenfalls ihr Sicherheitsverhalten anzupassen. Berücksichtigt werden zudem Maschinen, die keinen Fahrer benötigen oder autonom agieren.
Aktuell bereitet das Messeteam u.a. das Vortragsprogramm vor. Ein Fokus ist, schon traditionell und genau wie bei vielen Ausstellern, das nach wie vor dominierende Thema in der industriellen Produktion: die Digitalisierung. Am zweiten Messetag berichten Experten über Trends und „Use cases“ gelungener Digitalisierungsprojekte. Und am letzten Messetag geben Beteiligte des Spitzenclusters, das in diesem Jahr seit zehn Jahren erfolgreich aktiv ist, einen Einblick in aktuelle Projekte.

Vom Nutzen des direkten Messebesuchs ist Christian Enßle überzeugt. Die bisher in diesem Jahr stattgefundenen Messen in Hannover, Stuttgart und Hamburg hätten gezeigt: Die Communities in der Industrie wünschten und brauchten den persönlichen Austausch. Online gehe vieles, aber ein tiefes, fachliches und offenes Gespräch führe man besser „face to face“.
„Die Überraschungseffekte beim Entdecken spannender Produkte und Lösungen, die ein Messebesuch mit sich bringen kann, lassen sich online auch nicht ohne Weiteres reproduzieren“, ist der Messechef überzeugt.

Weitere Informationen: www.fmb-messe.de

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