Digitales Marketing

Multitalent Newsletter

Der Newsletter gehört immer noch zu den effektivsten Werkzeugen im Online-Marketing-Werkzeugkasten. Da kann man Social Media Marketing, SEA und SEO getrost für einen Moment vergessen. Warum das als angestaubt geltende Image des Newsletters unberechtigt ist, erklärt Stefan Winter, Geschäftsführer der LEONEX Internet GmbH.

Es ist erstens kein Geheimnis: In den Marketing-Ökosystemen im Internet ist jedes Unternehmen von Plattformen abhängig. Waren es früher yahoo und AOL, sind es aktuell Google und Facebook. Eine Änderung am Algorithmus und die organische Reichweite ist weg. Das Eigeninteresse der Plattformen ist es, bezahlte Werbung zu verkaufen, nicht Unternehmen Reichweite zu schenken. Zweitens ist es kein Geheimnis: Im eigenen Ökosystem sitzen Unternehmen und Kunden am Hebel und entscheiden, was wie wahrgenommen wird. Das gelingt zum Beispiel über die eigene Webseite. Die Chancen, auf wiederkehrende Wahrnehmung, sind beim Newsletter im Vergleich zur Webseite stark erhöht.

Welches Newsletter-Format schafft nachhaltigen Erfolg?

Stephan Winter

Stephan Winter, Geschäftsführer der LEONEX Internet GmbH.  Foto: Leonex

Ein guter Newsletter hat etwas von einem Flirt. Man bleibt in Kontakt, freut sich voneinander zu hören und entwickelt eine Beziehung zu den Lesern. Welche Form von Beziehung aufgebaut wird, ist Geschmacks- und Interessensfrage, denn Newsletter lassen sich in drei verschiedenen Varianten verschicken:

  1. Der direkte Verkaufs-Newsletter: Hier ruft der Absender zum Kauf seiner Produkte auf. Angebote und klare Verkaufsabsicht stehen an erster Stelle.
  2. Der indirekte Verkaufs-Newsletter: Der Newsletter bietet einen Mehrwert und weist auf verschiedene Angebote hin, fordert aber nicht zum Kauf auf. Es ist ähnlich wie bei Tutorials zu Produkten, Vorträgen, neue Veröffentlichungen etc.
  3. Der „nicht“ Verkaufs-Newsletter: Ist ein Newsletter, mit dem ein Unternehmen Mehrwert liefert, ohne etwas aktiv oder passiv zu verkaufen. Das können Branchenberichte, Informationen rund um die Interessenwelt der Zielgruppe sein, aber ohne Produkt-/Unternehmenshinweise.

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht wird vielen auf den ersten Blick die dritte Variante nicht gefallen. Dennoch, jede dieser Möglichkeiten kann zum Erfolg führen. Entscheidend ist, dass der Newsletter zu den individuellen Verkaufszyklen des Unternehmens sowie zu den Erwartungen der Empfängerliste passt.

 Newsletter automatisieren

Auf der Customer Journey lassen sich mit dem Newsletter die einzelnen Stationen leicht abbilden. Kunden können direkt in den automatisierten Verkaufstrichter rutschen. Dieser begleitet sanft, aber zielführend zum Kauf. Gerade der No-Sale-Newsletter ist eine hervorragende Lead-Maschine, da Unternehmen Vertrauen aufbauen und Kompetenz demonstrieren. Hochwertige Informationen machen aus Webseiten-Besuchern Interessenten im eigenen Marketing-Ökosystem, die dem Unternehmen positiv gegenüber eingestellt sind.

Die fünf Vorteile des Newsletters

  1. Testen: Mit Newslettern lassen sich bei der Zielgruppe unterschiedliche Formate, Landing-Pages und Inhalte kosteneffizient testen.
  2. Hohe Conversion Rates: Mit den richtigen Botschaften und Angeboten gelangt man zum Erfolg.
  3. Hohe Customer Retention: Webseitenbesucher lassen sich in Interessenten, Markenbotschafter und Kunden umwandeln.
  4. Planbare Kosten: Newsletter sind leicht und datenschutzkonform mit deutschen Anbietern zu realisieren.
  5. Eigener Datenbestand: so bleibt man unabhängig von Algorithmen

Wie lassen sich Newsletter-Abonnenten generieren?

Die DSGVO und ihre Vorgaben sind allgegenwärtig und auch Newsletter werden durch erhöhte Datenschutzanforderungen kritisch unter die Lupe genommen. Gerade deshalb ist der aktive Aufbau von Empfängerlisten heute eine Kunst. Grundlage für den Versand ist die Einhaltung des Datenschutzes: Hier lassen sich Kundendaten nutzen, an die E-Mails verschickt werden dürfen. Dieses stellt man durch ein „Double Opt-in“ sicher. Dazu gehören außerdem: Auftragsdatenverarbeitung, Datentransparenz, regelmäßiges Versenden zum Erhalt der Daten etc. Eben alles, was mit der DSGVO im Unternehmen einhergeht. Trotzdem lassen sich heute noch Abonnenten gewinnen: Dazu braucht es einen Lead-Magneten. Will man also mehr als nur mit digitalen Postwurfsendungen Aufmerksamkeit erregen, so lohnt es, in die Entwicklung einer Newsletter-Strategie zu investieren. Newsletter-Marketing ist ein mächtiges Werkzeug – es macht Sinn, es zu nutzen.

Weitere Informationen: www.leonex.de

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