Bauen mit Systemmodulen – Vom Trend zur echten Alternative

Gegründet im Jahr 2007, gehört die Smart House GmbH mit ihrem Konzept des modularen Bauens in nachhaltiger Holzrahmenbauweise zu den Pionieren der Branche. Mit über 30 festangestellten Mitarbeitern sowie kooperierenden Meisterbetrieben beweist das Unternehmen mit seinen Gebäuden, wie zukunftsorientiert diese Bauweise ist. Die Gründer und Geschäftsführer Jennifer und Andreas Ernst über die umfangreichen Vorteile, die sich für den Industrie- und Gewerbebau ergeben.

Sie sind seit vielen Jahren eng mit dem Unternehmen Smart House GmbH verbunden. Welche grundlegenden Ideen und Werte zeichnet das Unternehmen speziell im Industrie- und Gewerbebau aus?

Jennifer und Andreas Ernst, Geschäftsführer der Smart House GmbH

Andreas Ernst: Mit einer Reihe von Faktoren ist die Smart House GmbH mit dem Konzept des modularen Holzrahmenbaus eine echte Alternative zur konventionellen Bauweise. Dies betrifft vor allem zeitsensible Planungen bei gewerblichen Immobilien. Im klassischen Bau kommt es immer wieder zu unkalkulierbaren Verzögerungen, damit zu unsicheren Planungsperspektiven und ebensolchen Baukosten.

 Was macht der modulare Bau besser?

 Andreas Ernst: Der modulare Bau bietet dazu sinnvolle Lösungen. Von einer modularen Bauweise ist die Rede, wenn sowohl ein hoher Vorfertigungsgrad als auch ein sehr flexibles Gebäudekonzept vorliegen. Über 90 Prozent der Bauleistung erfolgt am Standort der Baufirma. Es werden nicht nur einzelne Elemente, sondern ganze Raummodule komplett vorgefertigt und auf die Baustelle geliefert. Flexibilität bedeutet hier, dass Gebäude einerseits leicht erweiterbar, aber auch ab- und an anderem Standort wieder aufbaubar sind.

 Unternehmen können demnach zeitnah auf wachsende oder auch sinkende Mitarbeiterzahlen reagieren und statt Übergangslösungen hochwertigen Büroraum zur Verfügung stellen?

Jennifer Ernst: Genau das ist das Konzept. Für unseren Kunden 4Jet lag die Lösung beispielsweise darin, dass zunächst fünf Module als zusätzliche Bürofläche auf einem gemieteten Grundstück erstellt, später weitere fünf Module aufgestockt wurden. Alles mit der Gewissheit, diese nachhaltigen und energieeffizienten Gebäude zu einem späteren Zeitpunkt auch ohne großen Aufwand an einen anderen Firmenstandort umsiedeln zu können.

Andreas Ernst: Ganz generell liegt der Vorteil darin, dass die Produktionszeiten unschlagbar kurz sind. Die witterungsunabhängige Arbeit in der Werkshalle sichert stetig kontrollierte Qualität, kurze Bauzeiten und das Umfeld schonende Kurzzeit-Baustellen vor Ort, das heißt: Umfeldstörungen wie Lärm, Staub, Absperrungen, Umwege und Interimslösungen werden minimiert, Störungen des Werksverkehrs und der Sicherheit deutlich reduziert. Letzteres ist vor allem für stark gesicherte Industriegelände oder aber bei der Notwendigkeit ständig freier Zufahrtswege von großem Vorteil.
Letzteres zeigt sehr gut, welche Herausforderungen monatelange Baustellen stellen. Bei einem Anbau von Modulgebäuden für die McDonald’s Stiftung lag die Baustellenzufahrt an der Haupt-Zufahrtsstraße des Klinikums Großhadern in München. Dieser Weg konnte und durfte nicht tage- oder wochenlang gesperrt sein. Unser Modultransport inklusive der Aufstellung der fertigen fünf Module hingegen dauerte nur rund vier Stunden.

Jennifer Ernst: Ähnliches gilt für Hochsicherheitsgelände. Wir erhielten den Auftrag zum Bau eines Backshops auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld, weil die Lieferung der Module in einem sehr kleinen Zeitfenster mit nur wenigen werkseigenen Mitarbeitern erfolgen konnte.

Ganz direkt gefragt: Was unterscheidet die Smart House GmbH vom Containerbau?

Andreas Ernst: Auf jeden Fall die nachhaltige Bauweise. Der Holzrahmenbau sichert mit seinen nachhaltigen Baustoffen ein hervorragendes Raumklima und eine lange Lebensdauer, vergleichbar mit jeder anderen konventionellen Bauweise. Übrigens auch nach mehrfachen Transporten.

Jennifer Ernst: Als Komplettanbieter, angefangen von der Planungs- und Architekturleistung, setzen wir ganz ostwestfälisch auf hohe Qualität und regionalen Bezug von Baustoffen. Unsere Mitarbeiter sind hochqualifizierte und eingespielte Teams; ergänzende Gewerke, die als Sublieferanten mit uns arbeiten, tun dies seit vielen Jahren und sind spezialisierte Meisterbetriebe. Darüber hinaus ist als Trend ganz deutlich erkennbar, dass Unternehmen im Rahmen des Employer Branding ihre Wertschätzung gegenüber ihren Angestellten auch durch hochwertige Raumkonzepte ausdrücken. So hat sich beispielsweise ein lokales Transportunternehmen für uns entschieden, als zusätzliche Sozial- und Ruheräume für die Fernfahrer geschaffen werden mussten. Das Unternehmen wollte explizit keine Containerlösung, sondern setzte bewusst auf Hochwertigkeit.