Arbeitsalltag in der Corona-Zeit: Umsetzung der geltenden Hygiene-Standards 

Die Corona-Pandemie bringt viele Einschränkungen im Arbeitsalltag mit. Mitarbeiter, die nicht im Home-Office arbeiten können, müssen die geltenden Hygiene-Standards am Arbeitsplatz einhalten. Neben dem Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung und einem Abstand von 1,50 Metern zu anderen Personen gelten weitere Hygienevorschriften, um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern.

Arbeiten während der Corona-Pandemie

Das Arbeiten während der Corona-Pandemie stellt für Arbeitgeber und Arbeitnehmer eine größere Herausforderung dar. Zum Schutz ihrer Beschäftigten vor einer Ansteckung müssen Arbeitgeber die geltenden Hygienestandards umsetzen und im Unternehmen die entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen treffen. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat zum Schutz vor Infektionen am Arbeitsplatz einheitliche Standards festgelegt. Arbeitgeber müssen ein betriebliches Hygienekonzept und Maßnahmen zur Kontaktreduzierung erarbeiten. Sie sind zur Bereitstellung von Corona-Schnelltests und medizinischen Gesichtsmasken für die Mitarbeiter verpflichtet. Auch die Organisation des Arbeitsalltags hat sich bereits in vielen Unternehmen verändert.

In Zeiten des Lockdowns, als viele Mitarbeiter im Home-Office tätig waren, konnten keine Dienstreisen stattfinden. Aufgrund der geltenden Hygiene-Regeln verzichten auch jetzt viele Unternehmen weitgehend auf Dienstreisen und nutzen verstärkt Videokonferenzen für die Kommunikation mit Geschäftspartnern und Kunden. Um die Schutzmaßnahmen wirksam umzusetzen und im betrieblichen Alltag zu verankern, hilft eine gelebte Sozialpartnerschaft. Betriebsärzte und arbeitsmedizinische Fachkräfte können Unternehmer bei der Einführung der Hygienemaßnahmenunterstützen. Für die Arbeitnehmer kann zusätzlich eine freiwillige arbeitsmedizinische Vorsorge angeboten werden.

Unterschied zwischen Betriebshygiene und Personalhygiene

Um Infektionen vorzubeugen, müssen in Unternehmen Betriebshygiene und Personalhygiene beachtet werden. Betriebshygiene umfasst die Sauberkeit von Betriebsstätte, Arbeitsplätzen und Arbeitsmitteln. Für die Betriebshygiene ist die Unternehmensführung verantwortlich. Die wichtigsten Maßnahmen der Betriebshygiene sind Trinkwasserhygiene, regelmäßiges Lüften und die organisierte Reinigung. Die Personalhygiene ist die persönliche Hygiene der Mitarbeiter, für die jeder Mitarbeiter selbst verantwortlich ist. Nur mit dem Zusammenspiel von Betriebshygiene und Personalhygiene kann eine saubere Arbeitsumgebung gewährleistet werden. Die Mitarbeiter müssen regelmäßig duschen und ihre Kleidung wechseln, die Hände waschen, die Hygieneregeln beim Husten und Niesen beachten und bei Krankheit zu Hause bleiben.

Wie Unternehmen Sicherheit am Arbeitsplatz leisten können

Arbeitgeber haben gegenüber den Arbeitnehmern eine allgemeine Fürsorgepflicht, die im Arbeitsschutzgesetz geregelt ist. Sie müssen für eine gesunde und saubere Arbeitsumgebung sorgen. Die Arbeitsstättenverordnung enthält Vorgaben zur Verfügbarkeit von Waschräumen und Toiletten. Fließendes Wasser sowie Mittel zur Reinigung, Desinfektion und zum Abtrocknen der Hände müssen vorhanden sein. Die Arbeitsstätten müssen regelmäßig gereinigt werden, um den hygienischen Anforderungen gerecht zu werden. Hygienemängel, die gesundheitliche Schäden zur Folge haben könnten, müssen sofort beseitigt werden. Um die Trinkwasserhygiene zu gewährleisten, muss das Trinkwasser eine einwandfreie Qualität haben. Die Büroräume müssen dreimal täglich jeweils für drei bis zehn Minuten bei weit geöffnetem Fenster gelüftet werden. Eine regelmäßige gründliche Reinigung aller Betriebsräume ist eine wichtige Grundlage für eine gute Betriebshygiene.

Umfassende Maßnahmen für die Sicherheit während der Corona-Pandemie

Die Corona-Pandemie hat zu verschärften Hygieneregeln für Unternehmen geführt. Unternehmer müssen die entsprechenden Maßnahmen treffen, um Mitarbeiter, Kunden und sich selbst zu schützen. Umfassende Informationen, Merkblätter und Checklisten für die richtige Hygiene zum Download sind auf der Webseite von Kaiser + Kraft  kostenlos verfügbar. Dort sind auch Tipps für die einzelnen Branchen vorhanden. Ein wichtiger Aspekt für die Einhaltung der Hygieneregeln ist die organisierte Reinigung der Büroräume. Um die Belastung von Mitarbeitern und Umwelt mit schädlichen Chemikalien zu reduzieren, kommt es auf eine nachhaltige Büroreinigung an. Unternehmen können auf umweltfreundliche Putzmittel umstellen. Neben der Reinigung der Oberflächen sind Ordnung und Müllmanagement wichtig.
Nicht alle Verunreinigungen sind auf den ersten Blick sichtbar. Daher kann auf eine Desinfektion nicht verzichtet werden. Ein Plan für die Reinigung und die richtige Organisation der Büroreinigung erleichtern die Einhaltung der Hygienemaßnahmen. Mit der Reinigung aller Betriebsräume kann eine Reinigungsfirma beauftragt werden. Mit den zuständigen Mitarbeitern der Reinigungsfirma wird besprochen, wie oft die verschiedenen Bereiche gereinigt werden.

Hygieneregeln, die von Unternehmen eingehalten werden sollten

Neben der Umsetzung aller Maßnahmen für die Betriebshygiene können Unternehmen ihre Mitarbeiter zu einer umfassenden Personalhygiene motivieren. Das gelingt mit der Bereitstellung von medizinischen Gesichtsmasken und Desinfektionsmitteln, aber auch mit Postern, Schildern mit Hygienevorschriften, Belehrungen, Sicherheitsschulungen und dem Versand von E-Mail zum Thema. Um Infektionen vorzubeugen, können Arbeitgeber die Arbeitsumgebung so gestalten, dass der erforderliche Sicherheitsabstand gewährleistet ist. Das gelingt mit Abstandshaltern, Hinweisschildern, aber auch der Anordnung von Schreibtischen und anderen Einrichtungsgegenständen im Büro. Zur Kontaktreduktion dienen digitale Kommunikation, Bildung von Arbeitsgruppen und eine flexible Gestaltung der Arbeitszeit. Von Zeit zu Zeit sollte für jeden Arbeitsplatz eine Gefährdungsbeurteilung erfolgen. Wird eine erhöhte Gefährdung festgesellt, müssen die entsprechenden Gegenmaßnahmen getroffen werden. Schwierige Arbeitsbedingungen gelten zum Teil bei Lieferdiensten, auf Baustellen und in Fitness-Einrichtungen. Dort sollte die Einhaltung der Hygienemaßnahmen engmaschig kontrolliert werden. Desinfektionsmittel und Schnelltests müssen verfügbar sein. Um den Mitarbeitern einen umfassenden Schutz zu bieten, sollten ihnen Impfangebote unterbreitet werden.
Nicht zu vergessen ist die psychische Belastung für Unternehmer und Mitarbeiter während der Corona-Pandemie. Hilfreich ist eine aktive Kommunikation mit den Mitarbeitern bei allen Problemen. Flexible Arbeitszeitmodelle können die psychische Belastung reduzieren.

Fazit
Die Corona-Pandemie verlangt nach strengen hygienischen Standards und deren Umsetzung am Arbeitsplatz. Unternehmer müssen Desinfektionsmittel, medizinischen Gesichtsschutz und Corona-Schnelltests bereitstellen. Mit der regelmäßigen Reinigung der Arbeitsplätze, Einrichtung der Büroräume zur Einhaltung der Abstandsregeln und regelmäßigen Schulungen der Mitarbeiter kann das Infektionsrisiko reduziert werden. Digitale Kommunikation, flexible Arbeitszeitmodelle und die Gestaltung der Arbeitsumgebung können das Infektionsrisiko reduzieren.

Fotos: Pixabay

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